Der Designs-Bereich ist die Vorbereitung. Drei Begriffe muss man auseinanderhalten — danach ist der Rest einfach.
Die drei Begriffe
- Ein Design ist eine fertig zu legende Fährte, die an einem festen Ort auf der Karte verankert ist. Nur ein Design lässt sich direkt aufzeichnen.
- Eine Gruppe bündelt mehrere Designs im selben Gelände. Öffnest du die Gruppe auf der Karte, siehst du alle ihre Designs gleichzeitig — praktisch, wenn du an einem Ort mehrere Fährten legen willst.
- Ein Template ist nur die Form — Schenkel, Winkel, Bögen — ganz ohne Ort. Mit Als Design platzieren verankerst du es auf der Karte; erst dann kannst du danach aufzeichnen.
Über die Chips oberhalb der Liste filterst du nach Gruppe; Alle hebt den Filter wieder auf.
Der Template-Editor
Hier baust du die Form aus geraden Schenkeln, Winkeln und Bögen. Tippe ein Segment auf der Karte an, um Länge oder Winkel zu ändern; mit + fügst du ein neues hinzu. Der Regelwerk-Chip unter dem Titel legt fest, wogegen geprüft wird: Keins, Basis oder eines der FCI-Regelwerke FCI IGP-1/2/3 und FCI IFH-1/2/3. Die FPr-Stufen laufen dabei bewusst über dieselben Regeln wie IGP 1 bis 3 — der Chip nennt beides zusammen, etwa FCI IGP-1 / FPr 1.
Ein leeres Template zeigt eine Generieren-Karte: Parameter wählen, und die App baut eine regelkonforme Fährte, die du beliebig oft neu würfeln kannst. Oben rechts liegen außerdem der Editor für Verleitungen, eine Vorschau und im ⋮-Menü die Regel-Referenz mit den Prüfungen des aktuellen Regelwerks.
Meldet die Prüfung einen harten Regelverstoß, wird die Speichern-Schaltfläche grau und heißt Trotz Regelverstoß speichern (lange drücken). Sie ist dabei nicht abgeschaltet, sie sieht nur so aus: Ein kurzes Tippen erklärt lediglich, warum sie grau ist — ein bewusstes langes Drücken speichert trotzdem, mit einem grünen Fortschrittsbalken und einem spürbaren Signal am Ende. Die Prüfung informiert also, blockiert aber nie stillschweigend, und die Entscheidung bleibt bei dir. Das gilt im Template-Editor, im Segment-Editor, im Design-Karteneditor und auf dem Platzierungs-Bildschirm.
Der Maßstab unten links auf der Karte ist im Bearbeitungsmodus antippbar und öffnet einen Schrittlängen-Regler. Beim Ziehen wird das Design live neu gezeichnet, sodass Schenkel und Bögen mitskalieren; der Wert bleibt am Design hängen, wenn du speicherst. Außerhalb des Bearbeitungsmodus reagiert der Maßstab nicht — wenn ein Tipp darauf nichts tut, ist das der Grund.
Einen gesetzten Gegenstand verschiebst du, indem du ihn im Bearbeitungsmodus auf der Karte lange drückst und ziehst. Beim Loslassen rastet er am nächsten Punkt der Fährte ein und gehört danach zu dem Schenkel, der diesen Punkt besitzt — auch zu einem anderen als vorher, wenn du quer über die Fährte ziehst. Er landet also nie neben der Fährte, und die Regelprüfung läuft nach dem Ablegen erneut, sodass eine Warnung „zu nah an einem Winkel“ genauso erscheint wie beim Setzen per Tipp.
FCI-Beispiel-Vorlagen
Unter FCI Beispiele liegen 53 mitgelieferte Referenz-Templates nach den offiziellen IGP- und IFH-Mustern. Tippe eines an, um es anzusehen, dann Kopieren und bearbeiten, um daraus ein eigenes Template zu starten — und Als Design platzieren, sobald du es im Gelände verankern willst.
Der Umweg über die Kopie ist keine Umständlichkeit, sondern der einzige Weg hinein: Die mitgelieferten Beispiele sind schreibgeschützt und bleiben immer unverändert — bearbeiten lässt sich nur deine Kopie. Sie bekommt im Notizfeld einen Vermerk, aus welchem Beispiel sie stammt, sodass du das später noch nachvollziehen kannst.
Skizzieren statt konstruieren
Nicht jede Planung muss konstruiert sein. Drei Skizzenarten stehen daneben:
- Die Kartenskizze zeichnest du freihändig auf die Satellitenkarte. Die Linie liegt im echten Gelände, erscheint also am richtigen Ort auf der Aufnahmekarte. Gegenstände setzt du als Marken auf die Linie; eine Ecke zeigt laufend ungefähre Länge, Schrittzahl und Anzahl der Marken.
- Die Skizzenblatt-Skizze ist ein Schema auf leerem Blatt, ohne Karte — für die Planung am Tisch. Ein Chip unter dem Titel sagt, für welches Regelwerk sie gedacht ist.
- Die Foto-Skizze ist schlicht ein Bild als Referenz — etwa die Handzeichnung auf Papier, abfotografiert. Sie lässt sich nicht nachbearbeiten, nur umbenennen und löschen.
Vom Plan zur Aufnahme
Dasselbe Werkzeug bringt ein bereits platziertes Design an einen neuen Ort: Design versetzen im ⋮-Menü. Gedacht ist das für den Fall, dass eine Form sich bewährt hat und du sie auf einem anderen Feld wiederverwenden willst — die gewohnte Fährte auf der Wiese, die diese Woche gemäht wurde. Ein Gruppen-Chip blendet dabei die Designs einer Gruppe als Überlagerung ein, damit du die neue Lage daran ausrichten kannst. Hat die Vorlage Verleitungen, weist die App einmalig darauf hin, dass die nicht zuverlässig mitkommen und neu zu setzen sind.
Beim Platzieren schiebst du die Form über die Karte, drehst sie am Griff, spiegelst sie, kehrst mit Umkehren die Laufrichtung um und passt Maßstab und Schrittlänge an. Zum Ort führt dich auch die Suche nach Stadt, Adresse, Koordinaten oder Plus Code. Zum Schluss entscheidest du zwischen Als Kopie speichern und Ersetzen — beim Ersetzen geht die bisherige Geometrie verloren, und die App sagt das vorher.
Hat ein Design Start und Ende, erscheint im Kopf das Aufnahme-Symbol; jede Design-Karte in der Liste trägt zusätzlich Aufnahme nach Design. Beides öffnet die Aufzeichnung mit dieser Form als Vorlage — ideal, um dieselbe Fährte am selben Ort wiederholt zu legen. Bei einer Skizze erscheint sie als gestrichelte Referenz beziehungsweise als kleines Vorschaubild oben rechts auf dem Aufnahmebildschirm.