Das ist die Kernschleife der App: du gehst eine Fährte, dein Hund arbeitet sie später aus, und danach schaust du dir beides gemeinsam an.
Eine Fährte legen
- Auf der Startseite Fährte legen tippen — oder unten in der Fährtenliste Fährte aufzeichnen beziehungsweise Aus Planung aufzeichnen, wenn du einer geplanten Form folgen willst.
- Bei mehreren Hunden den Hund wählen.
- Gelände angeben — mehrere Geländearten sind gleichzeitig möglich, dazu eine freie Notiz.
- Name & Liegezeit: Der Name ist optional; die Liegezeit wählst du aus Vorgaben, trägst sie selbst ein oder lässt sie weg.
- Warten, bis das GPS bereit ist, und losgehen. Die Karte folgt deiner Position, und die Aufzeichnung läuft als Vordergrunddienst weiter — du kannst das Telefon also einstecken.
- Unterwegs Gegenstände und Winkel markieren (siehe unten). Ein Fehlgriff lässt sich mit Rückgängig zurücknehmen.
- Am Ende Stop.
Ein Tipp auf Stop fragt sicherheitshalber nach — „Aufzeichnung beenden?“. Hast du die Hände nicht frei, geht es auch ohne diese Rückfrage: Stop gedrückt halten. Ein Balken füllt sich, und am Ende endet die Aufzeichnung sofort; lässt du vorher los, passiert nichts. Das gilt auf dem Aufzeichnungs- und auf dem Suchbildschirm. Nichts auf dem Knopf verrät das — es ist die schnellste Art zu stoppen, wenn der Hund an der Leine zieht.
Das Wetter holt KynoPlan beim Start der Aufzeichnung einmalig automatisch dazu; ändern kannst du es später von Hand. Der Weg dorthin ist ein Tipp auf die Wetterleiste — nichts auf dem Bildschirm sagt das. Sie ist überall antippbar, wo sie erscheint: beim Aufzeichnen, beim Suchen und in der Fährten-Zusammenfassung. Der Editor lässt jeden Wert von Hand korrigieren — Temperatur, gefühlte Temperatur, Wind, Windrichtung, Luftfeuchte, Bedingungen, Regen — oder holt das Wetter neu, und dafür wählst du Ort und Zeitpunkt. In der Zusammenfassung sind beide passend vorbelegt, der Zeitpunkt auf den Beginn der Fährte. Genau dafür ist der Zeitpunkt da: Du holst das Wetter, das beim Legen tatsächlich herrschte, statt des Wetters von jetzt — wichtig, wenn du die Fährte erst am Abend nachbearbeitest.
Gegenstände und Winkel markieren
Der Unterschied ist wichtig:
- Gegenstände markierst du am besten live beim Ablegen. Die App kann sie nicht automatisch erkennen.
- Winkel hast du in drei Varianten: live markieren, während der Aufnahme automatisch erkennen lassen (Einstellungen → Suche & Tracking → Live-Winkelerkennung) oder die Erkennung nachträglich über Ereignisse erkennen in der Fährten-Zusammenfassung laufen lassen.
Zum Markieren stehen beim Legen fünf Schaltflächen bereit: Gegenstand, Spitz L, Spitz R, Links 90° und Rechts 90°. Bögen und stumpfe Winkel gehören in die Planung, nicht auf den Aufnahmebildschirm.
Die beiden Erkennungswege verhalten sich unterschiedlich: Die Live-Erkennung setzt die Markierung sofort, und du bestätigst sie mit einem Häkchen — unbestätigt verfällt sie. Die nachträgliche Erkennung setzt nichts von selbst, sondern schlägt gefundene Ereignisse vor, die du einzeln annimmst oder überspringst.
Den Hund suchen lassen
- Fährte suchen auf der Startseite, dann die zuvor gelegte Fährte wählen.
- Die Karte zeigt die gelegte Fährte und die aktuelle Position.
- Ist die Suche gestartet, brauchst du den Bildschirm nicht mehr — Telefon einstecken genügt. Gefundene Gegenstände, Abweichungen und Notizen kannst du auch später in der Zusammenfassung nachtragen.
- Am Handgelenk oder auf dem Bildschirm: Gegenstand gefunden, wenn der Hund einen Gegenstand aufgenommen hat, und Problem markieren für eine Abweichung oder einen verfehlten Gegenstand.
- Stop beendet die Suche und öffnet die Zusammenfassung.
Für Probleme stehen sechs Schaltflächen bereit: Abweichung, Gegenstand ausgelassen, Fehlanzeige, Abgelenkt, Spur verloren und HF-Fehler. Jedes markierte Problem legt zugleich einen Kommentar an der Fährte an. Anders als beim Legen kannst du während der Suche außerdem Notizen erfassen — getippt oder per Spracheingabe — und die letzte Markierung wieder zurücknehmen.
Nähert sich der Hund einem Gegenstand oder einem Winkel, blendet die App oben ein farbiges Hinweisbanner ein. Leinenlänge und Alarmabstand lassen sich für den einzelnen Durchgang anpassen.
Während eine Suche läuft, blockiert die App das Verlassen des Bildschirms und weist mit „Stoppe die Suche, bevor du diesen Bildschirm verlässt“ darauf hin. Ist der Suchweg kürzer als drei Meter, fragt sie, ob du ihn speichern oder verwerfen willst. Zu jeder Fährte gehört genau ein Suchdurchgang — suchst du dieselbe Fährte erneut, ersetzt der neue Durchgang den alten.
Suchen ohne Aufzeichnung
In der Fährtenliste findest du unten Suche ohne Aufzeichnung. Dabei gibt es keine gelegte Fährte als Referenz — sinnvoll auf einer Prüfung, auf einer fremd gelegten Fährte oder wenn die Aufzeichnung fehlgeschlagen ist. Winkel- und Schenkelzahlen stammen dann aus der automatischen Erkennung des Suchwegs, worauf die App auch hinweist.
Die Fährten-Zusammenfassung
Hier läuft alles zu einer Fährte zusammen, in Reitern: Karte, Gelegt, Suche, Ereignisse, Bewertungen, Kommentare und Ähnlich. Auf der Karte schaltest du mit den Ebenen-Chips oben links einzelne Ebenen ein und aus — langes Drücken ändert ihre Farbe. Welche Chips erscheinen, hängt davon ab, was die Fährte enthält: gelegter Weg, Suchweg, Design-Überlagerung, Verleitungen.
Der Reiter Suche stellt die Kennzahlen des Durchgangs zusammen — darunter Genauigkeit, Gefunden, Probleme, Gealtert, Winkel und Schenkel. Die Genauigkeit ist ein Wert von 0 bis 100 und sagt, welcher Anteil der Suchpunkte innerhalb der Toleranz um die gelegte Fährte lag — sie ist also keine mittlere Abweichung in Metern. Ob die Toleranz aus der GPS-Genauigkeit berechnet oder fest vorgegeben wird, stellst du unter Einstellungen → Suche & Tracking ein. Berechnet wird der Wert erst nach der Suche, nicht währenddessen.
Ähnlich ist kein Vergleich zwischen gelegter und abgesuchter Fährte: Der Reiter sortiert die anderen Fährten des Hundes nach Ähnlichkeit in Gelände, Länge, Gegenständen, Winkeln, Alter und Temperatur.
Auf dem Karten-Reiter kannst du den Suchdurchgang außerdem als Wiedergabe ablaufen lassen. Über das Teilen-Symbol exportierst du die Fährte in verschiedenen Formaten. Im Mehr-Menü steckt weit mehr, als der Name vermuten lässt: Umbenennen, Zu Hund verschieben und Löschen sind nur der Anfang — die situationsabhängigen Einträge stehen unten. Mehrere Fährten desselben Trainings lassen sich außerdem zu einer Trainingseinheit zusammenfassen.
Diese sechs Einträge im Mehr-Menü lohnen sich zu kennen, weil ihre Beschriftung nicht verrät, wann man sie braucht:
- Mir folgen läuft eine aufgezeichnete Fährte zu Fuß mit live zentrierter Karte ab — deine Position als Richtungspfeil in der Mitte, die Karte dreht in deine Blickrichtung. Praktisch, um auf einer abgebrochenen Fährte verlorene Gegenstände zu finden. Es wird nichts aufgezeichnet.
- Fährte kürzen… ist für den häufigsten Aufnahmefehler da: Du hast über das Ende hinaus aufgezeichnet oder schon auf dem Weg zum Ansatz gestartet. Setze die Markierung per Schieberegler und wähle Davor löschen oder Danach löschen; hast du dieselbe Fährte auch gesucht, bestimmst du vorher, ob Aufzeichnung oder Suche gekürzt wird. Länge, Dauer und Zähler aktualisieren sich, und bestätigt wird vorher.
- In Suche umwandeln… rettet einen Durchgang, bei dem du versehentlich Fährte legen statt Fährte suchen gedrückt hast. Entweder bleibt die GPS-Aufzeichnung hier und wird zur Suche dieser Fährte — die Aufnahme-Ebene wird dabei auf null zurückgesetzt, Wetter, Gelände und Kommentare bleiben —, oder sie wandert als Suchseite zu einer bereits vorhandenen Aufzeichnung, wobei die aktuelle Fährte mitsamt ihren Angaben gelöscht wird. Der Bestätigungsdialog nennt beides ausdrücklich. Enthält die Fährte schon eine Suche, erscheint der Eintrag nicht.
- Als Design speichern macht aus der gelaufenen Fährte eine wiederverwendbare Form — der Weg dazu, dieselbe Fährte später am selben Ort noch einmal zu legen. Die Umwandlung ist allerdings verlustbehaftet: Übernommen werden nur Winkel und Schrittzahlen, sodass die Form deutlich von der tatsächlich gelaufenen Strecke abweichen kann. Dafür lässt sie sich anschließend im Editor bearbeiten.
- Als GPS-Referenz speichern ist die Antwort darauf: Sie legt eine getreue Kopie des gelaufenen Weges als Design ab, Punkt für Punkt, und markiert es in der Design-Liste mit einem kleinen GPS-Chip. Nimm sie, wenn es auf den echten Verlauf ankommt — komplexe Bögen etwa —, und Als Design speichern, wenn du die Form danach noch verändern willst.
- Vereinfachen… reduziert die Zahl der GPS-Punkte bei gleichem Streckenverlauf. Gebraucht wird das vor allem, wenn du eine Fährte per QR-Code weitergeben willst — die Vorschau zeigt dir dabei, ob sie noch in einen Code passt — und um Rauschen vor der Winkel-Erkennung herauszunehmen. Start, Ende, Gegenstände und Winkel werden dabei nie entfernt.
Was auf der Karte antippbar ist
In der Karte der Zusammenfassung steckt mehr, als man ihr ansieht. Vier Dinge reagieren auf einen Tipp, ohne dass irgendetwas darauf hinweist — und weil man sie nicht sucht, findet man sie meist zufällig.
- Der Suchweg. Tippe auf die Linie, die dein Hund gelaufen ist, und die App fragt „Was ist hier passiert?“. Zur Wahl stehen Gegenstand gefunden und dieselben sechs Probleme wie live: Abweichung, Gegenstand ausgelassen, Fehlanzeige, Abgelenkt, Spur verloren, HF-Fehler. Die Markierung landet auf dem Suchweg an der getippten Stelle, und ein Problem legt dabei denselben Kommentar an wie eine live gesetzte Markierung. Damit trägst du nach, was du während der Suche nicht markieren konntest — der Normalfall, wenn das Telefon in der Tasche war. Getroffen wird die Linie in etwa zehn Metern Umkreis; sind gelegte Fährte und Suchweg gleichzeitig eingeblendet, fragt die App zuerst, welche Ebene du meinst.
- Die gelegte Fährte. Ein Tipp auf den gelegten Weg bietet „Gegenstand hier einfügen?“ an und setzt dort eine Gegenstands-Markierung — für den Gegenstand, den du beim Legen zu markieren vergessen hast. Er wird an der richtigen Stelle in die Reihenfolge der Fährte einsortiert, sodass eine Suche ihn erreichen und als gefunden werten kann. Beachte, dass sich damit auch der Nenner von Gefunden im Suche-Reiter ändert.
- Eine Markierung selbst. Tippst du eine vorhandene Ereignis-Markierung an, fragt die App, ob sie dauerhaft aus der Fährte entfernt werden soll; liegen mehrere dicht beieinander, wählst du vorher aus, welche. Bei einem Gegenstand bleibt die Löschen-Schaltfläche fünf Sekunden lang gesperrt — Absicht, denn rückgängig machen lässt sich das Löschen nicht. Die Start- und End-Nadeln sind geschützt und lassen sich nicht löschen, auch wenn du genau darauf tippst.
- Die Maßstabsleiste unten links. Ein Tipp darauf stellt die Schrittlänge ein, mit der Meter in Schrittzahlen umgerechnet werden — und Schritte sind die Größe, in der Fährtenarbeit tatsächlich geplant wird. In der Zusammenfassung gilt der Wert nur für diese eine Fährte, überlebt den Neustart und reist in Sicherungen und
.dttrack-Dateien mit; eine Schaltfläche setzt ihn wieder auf den Standard. Auf dem Aufzeichnungs-, Such- und Design-Bildschirm kannst du zusätzlich ankreuzen, dass der neue Wert dein Standard in den Einstellungen wird.