Wofür eine Bewertung gilt
Eine Bewertung wird entweder für einen Hund angelegt — optional mit einer seiner Fährten verknüpft, und die Verknüpfung lässt sich später setzen, ändern oder lösen — oder für einen Lauf im Wettkampf. Wettkampfbewertungen erscheinen bewusst nicht in den normalen Bewertungslisten.
Im normalen Bewertungsbogen stehen neun FCI-Schemata zur Wahl — FCI-IFH1/2/3, FCI-IGP1-A/2-A/3-A und FCI-FPr 1/2/3 — sowie eine frei konfigurierbare Übung. FCI-IGP-FH gibt es nur im Wettkampfmodus.
Der Bewertungsbildschirm
Du bewertest einen Abschnitt nach dem anderen — Ansatz, Schenkel, Winkel —, damit der Abschnitt, den du gerade beobachtest, den Bildschirm für sich hat. Zwischen den Abschnitten wechselst du per Wischen, über Nächster Abschnitt unten oder über die Leiste am oberen Rand. Jede Pille dort trägt einen Statuspunkt: grün unberührt oder voll, gelb Punkte abgezogen, rot MAX. Die untere Leiste öffnet eine Übersicht aller Abschnitte mit ihren Wertungen.
Gegenstände sind ausgenommen: der Hund kann jederzeit verweisen, deshalb liegen sie nicht in der Reihenfolge, sondern hinter der Gegenstands-Pille rechts in der Leiste. Sie bietet immer den nächsten unbewerteten an und zeigt, wie viele erledigt sind.
Die laufende Gesamtwertung bleibt oben angeheftet.
Einen Abschnitt bewerten
Bewertet wird durch Abzug, nicht durch Vergabe von Punkten. Jeder Abschnitt zeigt seine drei Kategorien — Trieb, Technik, Koordination — mit eigenen Abzugstasten −0,1, −0,5 und −1,0. Abschnitts- und Gesamtwertung aktualisieren sich sofort, der Rückgängig-Pfeil nimmt den letzten Schritt zurück, und MAX in der Kopfzeile nullt den ganzen Abschnitt.
Mehr braucht es meist nicht. Willst du genauer werden, öffnet Aspekte die einzelnen Aspekte einer Kategorie, sodass der Abzug an einem bestimmten Aspekt hängt. Im Bericht ist in beiden Fällen nachvollziehbar, woher jeder Abzug stammt. Für die Bedienung mit Handschuhen oder in der Kälte gibt es Größere Schaltflächen.
Kommentare, Handschrift und Diktat
Unter jedem Abschnitt liegt ein Kommentar-Symbol, das gefüllt erscheint, sobald eine Notiz vorhanden ist. Es öffnet ein Blatt mit zwei Zielen: eine Notiz zum Abschnitt und eine Notiz zur ganzen Bewertung. Daneben öffnen zwei Symbole direkt Handschrift und Diktat. Erkennen wandelt Handschrift in Text um und behält die Zeichnung dabei; klappt es nicht, sagt die App das und deine Zeichnung bleibt erhalten. Die Handschrifterkennung lädt ihr Sprachmodell einmalig herunter und arbeitet danach auf dem Gerät.
Manuelle Bewertung
Über das -Menü schaltest du auf manuelle Bewertung um: ein Bogen im Papierstil mit der Form der Fährte, auf dem du mit dem Stift zeichnest und schreibst — zwei Finger zum Zoomen und Verschieben, ein Finger zeichnet —, dazu eine einzelne Endwertung von 0 bis 100. Zurückschalten geht jederzeit über dasselbe Menü.
Achtung: Das Umschalten verwirft die Inhalte der jeweils anderen Betriebsart. Die App fragt vorher und sagt genau, was verloren geht.
Prädikat, PDF und Statistik
Aus der Gesamtwertung leitet KynoPlan das Prädikat ab: Vorzüglich (V) ab 96, Sehr gut (SG) ab 90, Gut (G) ab 80, Bestanden (B) ab 70, darunter Mangelhaft (MG).
Teilen kannst du eine Bewertung als QR-Code, als JSON-Datei oder als PDF. Ist eine Fährte verknüpft, fragt die App beim PDF-Export „Mit der Fährte teilen?“. Antwortest du mit Fährte einbeziehen, hängt sie den vollständigen Fährtenbericht an dasselbe Dokument an; mit Nur die Bewertung lässt sie ihn weg. Die Bewertung selbst ist in beiden Fällen im PDF.
Der Reiter Statistiken auf dem Hundeprofil fasst das Training zusammen: Anzahl Fährten, gesuchte und bewertete, Durchschnittslänge, Gesamtzeit, Probleme, Fundrate der Gegenstände, das meistgenutzte Gelände und ein Balkendiagramm Fährten pro Monat. Aufklappbar kommen die Spurgenauigkeit mit Zeitraumfiltern und Vergleich zur Vorperiode sowie eine Problem-Übersicht hinzu. Eine Kurve der Bewertungspunkte über die Zeit gibt es nicht.